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Iron Man

(Fantasy-Action) USA 2008

Regie: Jon Favreau | Drehbuch: Arthur Marcum, Matt Holloway | Darsteller: Robert Downey Jr., Jeff Bridges, Gwyneth Paltrow, Terrence Howard | Dauer: ca. 118min | FSK: ab 12

Wertung: 8 von 10

Handlung:

Tony Stark (Robert Downey Jr.) ist ein brillanter Multimillionär, der mit seiner Firma für moderne Waffensysteme hohes Ansehen genießt und mit seinem Erfolg und Charme so manche Frau ins Bett kriegt. Als er in Afghanistan sein neuestes Werk zur Feindbekämpfung vorstellt, wird er von Rebellen entführt. In der Höhle, wo er gefangen gehalten wird, soll er eine seiner Raketen nachbauen. Doch stattdessen baut Tony sich eine kugelsichere Rüstung, mit der er sich freikämpft und regelrecht davonfliegt, wenn auch mit Bruchlandung. Wieder zurück zu Hause perfektioniert er seinen stählernen Anzug. Als er in einer Pressekonferenz verkündet, dass seine Firma die Waffenprodktion einstellt, hat er auch schon bald einen Gegenspieler, bei dem er seinen Anzug benutzen kann.

Kritik:

Ein größerer Knaller kann für das Mainstream-Kino 2008 wahrscheinlich nicht mehr kommen. "Iron Man" feiert riesige Erfolge an den Kinokassen und wird von allen Seiten hochgelobt. Und das glücklicherweise zurecht. Die grandiosen Spezialeffekte lassen die mehr als fähigen Schauspieler nicht verblassen. Daher ist für rundum gelungenes Actionkino gesorgt.

Robert Downey Jr. ist als neuester Superheld absolut eine Klasse für sich. Beinahe zu schmierig, wird er als arrogantes aber charmantes Arschloch ein ganz spezieller Sympathieträger. Er ist steinreich, aber sich nicht dafür zu schade sich die Hände schmutzig zu machen. Er erbringt handwerkliche Höchstleistungen und bleibt gleichzeitig ein smarter Anzugträger, der auf Partys Cocktails schlürft. Cooler als Tony Stark geht es kaum. Dabei macht Tony Stark über den Film eine beträchtliche Entwicklung durch, und spätestens als der Iron-Man-Anzug fertig ist, schließt man ihn in sein Herz.

Seine treue Assistentin gibt die hier wirklich liebenswerte Gwyneth Paltrow. Jeff Bridges, bekannt aus "The Big Lebowski", entpuppt sich gekonnt als echter Fiesling, und mit Terrence Howard ["Hustle and Flow", "L.A. Crash"] ist die Liste der großen Namen komplett.

Sicherlich passender gewesen wäre der Titel "Iron Man - The Beginning", denn gute drei Viertel der ohnehin schon langen Laufzeit werden mit der Entstehungsgeschichte des Superhelden verbraten. Immerhin ist diese Geschichte nicht uninteressant, und Robert Downey Jr. als Tony Stark zuzusehen ist durchgehend gute Unterhaltung. Doch das Verhältnis von der Einleitung zum eigentlichen Showdown ist alles andere als stimmig.

Daher ist "Iron Man" als ein bombastischer Auftakt zu betrachten. Eine an sich schon starke Marvel Comic Verfilmung, die nach einer Fortsetzung schreit. Zwei an der Zahl sind zum Glück auch schon bestätigt. Also: Iron Man rockt, aber da geht noch viel mehr.

17.5.08 21:11
 


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