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American Pie präseniert: Nackte Tatsachen (American Pie 5)

American Pie Presents: The Naked Mile
(Komödie) USA 2006

Regie: Joe Nussbaum | Drehbuch: Erik Lindsay | Darsteller: John White, Jessy Schram, Steve Talley, Eugene Levy | Dauer: ca. 98 min | FSK: ab 16

Wertung: 5 von 10

Handlung:

Erik ist in seinem letzten Highschooljahr. Das Problem: Er gehört zu den letzten Jungfrauen der Schule. Er hat eine Freundin, doch die ist noch nicht bereit. Das noch größere Problem: Sein Nachname lautet Stifler. Um die Familienehre zu retten unternimmt Erik mit seinen zwei besten Freunden einen Wochenendausflug zum College, wo Eriks legendärer Cousin Dwight Stifler mit unzähligen hemmungslosen Studentinnen fast pausenlos die wildesten Partys feiert. Eriks Freundin hat ihm einen "Schuldfreipass" fürs Wochenende erteilt, da sie findet Sex hätte mit Liebe nicht viel zu tun. Erik darf also tun was er will. Dazu gehört natürlich auch das Laufen der "Nackten Meile" - eine verrückte College-Tradition. Dieses Wochenende wird unvergesslich...

Kritik:

Nach dem Band-Camp Desaster namens „American Pie präsentiert: Die nächste Generation“ wagt das frische „American Pie“ Team eine Art Neuanfang. Etwas anderes war auch nicht denkbar, mal davon abgesehen, dass nach Teil 3 gerne hätte Schluss sein dürfen.

Dwight Stifler ist keine Steve Stifler Kopie. Er ist ein eigenständiger Charakter, aber nicht weniger durchgeknallt als das Original. Eric als einzigen Loser in der Stifler-Familie zu präsentieren ist eine nette Idee. Die unzertrennliche Clique mit dem schüchternen Verlierer, der den steinigen Weg zur Entjungferung bewandert, und die wilden Partys, die genau gesagt nie vorher so wild waren, lassen wieder ein wenig des ursprünglichen Geistes von „American Pie“ aufblitzen.

Das letzte Ass im Ärmel ist Jim’s Dad – Mr. Levenstein, der als einziger seit Teil 1 dabei ist. Leider wurden ihm, und da ist er nicht der einzige, nur sehr platte Texte in den Mund gelegt. Der Gute macht immerhin das beste draus, und die Augenbrauen erledigen den Rest.

Platt sind auch die Witze. Vor allem aber sind die Gags (wieder) sehr derbe, leider ohne dabei einen gewissen Charme zu behalten. Die Frauen der Schöpfung in diesem Streifen fallen allesamt sehr eindimensional aus. Vollblutweiber wie die Austauschstudentin Nadja, vor der man auf die Knie fallen möchte, sucht man mittlerweile vergebens. Pure Fleischbeschau ist angesagt. Der Titel „Nackte Tatsachen“ ist ja auch eine klare Ansage zu garantiert anspruchsfreier Unterhaltung.

Es ist nicht „American Pie“, aber „American Pie präsentiert“. Mit einem zugedrückten Auge können Fans der Stiflers und Jim’s Dad „Nackte Tatsachen“ als einen mittelprächtigen Partyfilm mit ein paar Bezügen zu den Kultkomödien um Jim Levenstein & Co durchgehen lassen.

28.12.07 22:21
 


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