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Halloween

(Horror) USA 2007

Regie: Rob Zombie | Drehbuch: Rob Zombie, John Carpenter | Darsteller: Malcolm McDowell, Tyler Mane, Daeg Faerch | Dauer: ca. 105min | FSK: Keine Jugendfreigabe

Wertung: 5 von 10

Handlung:

In der Kleinstadt Haddenfield wächst der kleine Michael Myers in einer zerstörten Familie der Unterschicht auf. Nur von seiner Mutter erfährt er Liebe, doch die muss ihn oft allein lassen um als Stripperin Geld zu verdienen. Eines Nachts, kurz vor Halloween, ermordet Michael seine ältere Schwester und seinen Stievvater auf kaltblütigste Weise. Daraufhin wird er in eine Anstalt gesteckt, wo er von Dr. Loomis psychologisch betreut wird. Die beiden werden so etwas wie innige Freunde. Der völlig verbitterte Michael, der über die Jahre in seiner Zelle nichts tat als Masken zu basteln, nutzt nach vielen Jahren die Gelegenheit auszubrechen. Loomis setzt alles daran ihn zu finden. Er weiß genau wohin der erwachsene Michael zurück gekehrt ist.

Kritik:

Keine weitere Fortsetzung, sondern ein Remake des ersten Teils der Halloween-Reihe wird uns präsentiert von Rob Zombie, der wie gewonht ["Haus der 1000 Leichen", "The Devils Reject's"] seinen ganz eigenen Stil verwendet. Mr. Zombie bringt Licht in das Dunkel um Michael Myers Biographie, das Remake lässt sich als eine Erweiterung mit vielen neuen Ideen betrachten. Erstmals wird Michaels Kindheit beleuchtet, und damit ist die verstörende Ungewissheit durch eine recht plausible Serienkillerbiographie ersetzt worden. Michael bekommt einen richtigen Charakter und wirkt nach vielen Jahren Heilanstalt so bedrohlich wie nie - Leatherface aus "Texas Chainsaw Massacre: The Beginning" lässt grüßen!

Rob Zombie kopiert nicht, sondern interpretiert das Original auf seine ganz eigene Weise. Der altbekannte Stoff wird erstmal mit ordentlich Fäkalsprache, einer sehr rauen Grundstimmung und lässigem 70er Jahre Soundtrack à la "Love Hurts" gewürzt. Michaels "Verwandlung" wird relativ plausibel aufgedeckt und Zombies Rezept geht in dieser Hinsicht voll auf.

Trotz allem wurden einige Schlüsselszenen des Originals übernommen - schließlich handelt es sich immer noch um ein Remake. Daher ist auch ein Vergleich der weiblichen Hauptrolle mit Jamie Lee Curtis aus dem Original gerechtfertigt. Natürlich tritt Scout Taylor-Compton in zu große Fußstapfen, und ihre Rolle der Laurie Strode ist schlichtweg unsympathisch bis nervig angelegt - schade. Das größte Lob für schauspielerische Leistungen hat Rob Zombies Gattin Sherri Moon Zombie verdient, die die Rolle der strippenden White Trash Mutter, ihre bislang anspruchsvollste Rolle, gut meistert.

Als Michaels Verwandlung zum Vorstadtkiller abgeschlossen ist, verliert sich der Film leider in altbekannten Slasher-Szenen. Trotz des Beibehaltens der unverzichtenbaren Originalmusik geht die atmosphärische Dichte vor allem im zweiten Teil des Films verloren. Was zurückbleibt ist guter Horrordurchschnitt und eine würdige Wiederbelebung des kultigen Maskenmörders Michael Myers.

13.11.07 19:11
 


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