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Halloween - Die Nacht des Grauens

Halloween
(Horror) USA 1978

Regie: John Carpenter | Drehbuch: John Carpenter, Debra Hill | Darsteller: Donald Pleasence, Jamie Lee Curties, Charles Cyphers | Dauer: 87min | FSK: ab 16

Wertung: 6 von 10

Handlung:

In der Halloween-Nacht 1963 ersticht der 6-jährige Michael Myers aus heiterem Himmel seine große Schwester. Der kleine kommt in die Obhut des Psychaters Sam Loomis, der bald davon überzeugt ist, dass Michael Myers kein Differenzierungsvermögen zwischen Recht und Unrecht besitzt und schlichtweg das Böse in Person ist. 15 Jahre später flieht Michael aus der Heilanstalt und sucht, mit Maske und Küchenmesser, seine alte Heimat Haddonfield heim. Dr. Loomis versucht das Schlimmste zu verhindern, doch der kranke Mörder ist nicht zu stoppen.

Kritik:

Kult ist nicht immer zeitlos. 1978 legte Jamie Lee Curties in ihrer ersten Filmrolle überhaupt als symphatische Scream-Queen den Grundstein für die nachfolgende Welle der Slasherfilme. Regisseur John Carpenter schuf mit einer guten Besetzung, geschickter Kameraführung und einem einfachen Vorstadt-Set einen mehr als soliden Grusel.

Das Problem, aus heutiger Sicht, bildet die Achtung sämtlicher Tabus. Die fast nur angedeutete Nacktheit, der spährliche Umgang mit Blut, die völlige Verschohnung der Kinder und die politisch ziemlich Korrekte Ausdrucksweise der Charaktere bremsen das Schockerlebnis ein wenig. Dafür setzt "Halloween" ja auch auf Atmosphäre, was dem Streifen letztendlich auch den Kultstatus einbrachte. Denn aus dem einfachen Vorstadt-Set wurde eine Menge herausgeholt.

Michael Myers wird durch die Ich-Perspektiven samt Keuchen, den unnatürlich langsamen Bewegungen und dem stets wortlosen Agieren herrlich unheimlich in Szene gesetzt. Der erste Auftritt dieser Figur brennt sich in das Gedächtnis des Zuschauers ein; erst später verlor das immer gleiche Konzept nach und nach an Wirkung.

Das wohl bedeutendste Stilmittel ist die legendäre Filmmusik, die sehr einfach gehalten gerade so die Waage zwischen Eindringlichkeit und auf die Nerven gehen hält. Inhaltlich macht es sich der Film leicht, jedoch kann man auch sagen, dass durch die vielen offen bleibenden Fragen Verstörtheit und noch mehr Grusel geschaffen wird.

Halloween ist also ein einprägsamer Grusel, der durch seine wirkungsvolle Einfachheit zu beeindrucken weiß, insgesamt aber ein wenig zu brav ausfällt.

11.11.07 20:02


Halloween

(Horror) USA 2007

Regie: Rob Zombie | Drehbuch: Rob Zombie, John Carpenter | Darsteller: Malcolm McDowell, Tyler Mane, Daeg Faerch | Dauer: ca. 105min | FSK: Keine Jugendfreigabe

Wertung: 5 von 10

Handlung:

In der Kleinstadt Haddenfield wächst der kleine Michael Myers in einer zerstörten Familie der Unterschicht auf. Nur von seiner Mutter erfährt er Liebe, doch die muss ihn oft allein lassen um als Stripperin Geld zu verdienen. Eines Nachts, kurz vor Halloween, ermordet Michael seine ältere Schwester und seinen Stievvater auf kaltblütigste Weise. Daraufhin wird er in eine Anstalt gesteckt, wo er von Dr. Loomis psychologisch betreut wird. Die beiden werden so etwas wie innige Freunde. Der völlig verbitterte Michael, der über die Jahre in seiner Zelle nichts tat als Masken zu basteln, nutzt nach vielen Jahren die Gelegenheit auszubrechen. Loomis setzt alles daran ihn zu finden. Er weiß genau wohin der erwachsene Michael zurück gekehrt ist.

Kritik:

Keine weitere Fortsetzung, sondern ein Remake des ersten Teils der Halloween-Reihe wird uns präsentiert von Rob Zombie, der wie gewonht ["Haus der 1000 Leichen", "The Devils Reject's"] seinen ganz eigenen Stil verwendet. Mr. Zombie bringt Licht in das Dunkel um Michael Myers Biographie, das Remake lässt sich als eine Erweiterung mit vielen neuen Ideen betrachten. Erstmals wird Michaels Kindheit beleuchtet, und damit ist die verstörende Ungewissheit durch eine recht plausible Serienkillerbiographie ersetzt worden. Michael bekommt einen richtigen Charakter und wirkt nach vielen Jahren Heilanstalt so bedrohlich wie nie - Leatherface aus "Texas Chainsaw Massacre: The Beginning" lässt grüßen!

Rob Zombie kopiert nicht, sondern interpretiert das Original auf seine ganz eigene Weise. Der altbekannte Stoff wird erstmal mit ordentlich Fäkalsprache, einer sehr rauen Grundstimmung und lässigem 70er Jahre Soundtrack à la "Love Hurts" gewürzt. Michaels "Verwandlung" wird relativ plausibel aufgedeckt und Zombies Rezept geht in dieser Hinsicht voll auf.

Trotz allem wurden einige Schlüsselszenen des Originals übernommen - schließlich handelt es sich immer noch um ein Remake. Daher ist auch ein Vergleich der weiblichen Hauptrolle mit Jamie Lee Curtis aus dem Original gerechtfertigt. Natürlich tritt Scout Taylor-Compton in zu große Fußstapfen, und ihre Rolle der Laurie Strode ist schlichtweg unsympathisch bis nervig angelegt - schade. Das größte Lob für schauspielerische Leistungen hat Rob Zombies Gattin Sherri Moon Zombie verdient, die die Rolle der strippenden White Trash Mutter, ihre bislang anspruchsvollste Rolle, gut meistert.

Als Michaels Verwandlung zum Vorstadtkiller abgeschlossen ist, verliert sich der Film leider in altbekannten Slasher-Szenen. Trotz des Beibehaltens der unverzichtenbaren Originalmusik geht die atmosphärische Dichte vor allem im zweiten Teil des Films verloren. Was zurückbleibt ist guter Horrordurchschnitt und eine würdige Wiederbelebung des kultigen Maskenmörders Michael Myers.

13.11.07 19:11





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