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Der Nebel

The Mist
(Horror) USA 2007

Regie: Frank Darbont | Drehbuch: Frank Darabont | Darsteller: Thomas Jane, Marcia Gay Harden, Laurie Holden | Dauer: ca. 126min. | FSK: ab 16

Wertung: 6 von 10

Handlung:

Nach einem mysteriösen Experiment des Militärs, welches missglückt, breitet sich wie aus dem Nichts ein dichter, weißer Nebel über die Kleinstadt Castle Rock aus. Eine größere Gruppe von Menschen verbarrikadiert sich im Kaufhaus, da irgendetwas furchtbares im Nebel lauert. Wer den Warnungen trotzt und hinein geht, kommt nicht wieder zurück.

Kritik:

"The Mist" - Nicht alles ist Mist bei dieser Verfilmung einer Kurzgeschichte von Horror-Meister Stephen King. Doch am schaurigsten sind mitunter die hölzernen Dialoge der Charaktere, mit denen man ohnehin nicht richtig warm wird. Der sich bis zum Wahnsinn steigernde Konflikt unter den verschiedenen Typen, die unfreiwillig auf engem Raum zusammengepfercht sind, ist solide inszeniert, aber meistens eher bizarr bis unglaubwürdig, nicht so druckvoll wie z.B. in dem genialen Psychohorror SAW.

Doch starke Momente bleiben nicht aus. Nach der ersten, eher Skepsis auslösenden Monster-Attacke gibt es immer wieder richtig böse, temporeiche und spannende Aufeinandertreffen mit den nicht menschlichen Besuchern aus dem Nebel. Es gibt ein paar Überraschungen und das Ende ist schön fies. Doch bei dem brutal und konsequent inszenierten Horror wurde sich mit der Zeichnung der Charaktere leider zu wenig Mühe gegeben. Damit ist der entscheidenste Aspekt auch die größte Schwachstelle des Films. Was übrig bleibt, ist ein ahnsehnlich bis krasses Gruselerlebnis, das sich ab und an selbst ausbremst.

27.2.08 21:08


High School Confidential

Pretty Persuasion
(Schwarze Komödie) USA 2005

Regie: Marcos Siega | Drehbuch: Skander Halim | Darsteller: Evan Rachel Wood, James Woods, Jane Krakowski, Ron Livingston | Dauer: ca. 100min | FSK: ab 16

Bewertung: 7 von 10

Handlung:

Die 15-jährige Kimberly Joyce besucht eine exklusive Privatschule in Beverly Hills. Ihr großes Ziel ist es, berühmt zu werden. Dafür schmiedet sie einen bitterbösen Plan und beschuldigt zusammen mit zwei Mitschülerinnen ihren Lehrer Mr. Anderson der sexuellen Belästigung, was ungeahnte Folgen hat.

Kritik:

Stilvoll gefilmt, klasse gespielt, urkomisch, sexy, böse und gemein präsentiert sich diese Mischung aus "Wild Things", "Eiskalte Engel" und der klassischen Teenie-Komödie. Menschliche und gesellschaftliche Abgründe werden mit bitterbösem Humor durch den Kakao gezogen. Intelligent, spaßig und trotzdem unter der Gürtellinie.

Besonders die überzogenen Charaktere sind ein Fest, allen voran James Woods (auch bekannt als fragwürdiger Exorzist in Scary Movie 2), der als Kimberlys verrückter Vater einfach die köstlichsten Aktionen bringt.
Evan Rachel Wood, ein sehr talentierter Nachwuchsstar, überzeugt bravurös als intrigantes Biest mit unschuldiger und doch verführerischer Schulmädchen-Fassade.

"High School Confidential" erreicht nicht den Status einer anspruchsvollen Gesellschaftssatire und bedient sich größtenteils bei anderen Filmen, ist aber raffiniert und besser als so manche High-School-Klamotte.

24.2.08 05:05


Schmetterling und Taucherglocke

Le scaphandre et le papillon
(Drama) F 2007

Regie: Julian Schnabel | Drehbuch: Ronald Harwood | Darsteller: Mathieu Amalric, Max von Sydow, Patrick Chesnais, Emmanuelle Seigner | Dauer: 107min | FSK: ?

Wertung: 9 von 10

Handlung:

Nach einer wahren Geschichte: Jean-Dominique Bauby, Chef-Redakteur der ELLE, erleidet urplötzlich einen Anfall, der seinen Körper fast vollständig lähmt. Einzig mit dem Blinzeln seines linken Auges verständigt er sich mit seinen Therapeutinnen und lässt auf diese Weise ein Buch schreiben. Alles was Jean geblieben ist, sind seine Vorstellungskraft und seine Erinnerung.

Kritik:

Ein so tragisches Schicksal bietet sich wunderbar dafür an so richtig auf die Tränendrüse zu drücken. Doch das weiß Regisseur Julian Schnabel gekonnt zu umgehen. "Schmetterling und Taucherglocke" geht trotzdem unter die Haut.

Die herausragende Kameraarbeit zieht den Zuschauer geradezu in eine andere Welt. Eindrucksvoll wird man in die Lage des Protagonisten versetzt und sieht das Meiste aus dessen Perspektive. Die hörbare innere Stimme verleiht dem Stummen mehr Charakter als gesunden, sprechenden Figuren. Jean drückt sich klug und gerade so melancholisch aus, wie es seine Situation absolut rechtfertigt. Er verliert auch nicht seinen Humor, ist also insgesamt sehr sympathisch angelegt. Das ist sehr wichtig; schließlich geht man eine tiefe Bindung mit der Hauptfigur ein. Daher funktioniert der Film.

"Schmetterling und Taucherglocke" ist ein traumhaft schön bebildertes kleines Meisterwerk aus Frankreich, das zu Recht auch Hollywood erobern konnte.

22.2.08 00:07


Abbitte

Atonement
(Liebesdrama) GB 2007

Regie: Joe Wright | Drehbuch: Christopher Hampton | Darsteller: Keira Nightley, James McAvoy, Saoirse Ronan, Romola Garai | Dauer: ca. 130min | FSK: ab 12

Wertung: 8 von 10

Handlung:

England, 1935: Alles beginnt auf dem edlen Anwesen der Familie Tallis. Durch ein großes Missverständnis beschuldigt die 13-jährige Biony den Sohn der Haushälterin, Robbie, eines Verbrechens, das er nicht begannen hat. Cecilia, Bionys ältere Schwester, begann gerade Robbie zu lieben, als die Polizei ihn ihr entreißt. Robbie muss, um dem Gefängnis zu entgehen, der Armee beitreten und in den beginnenden Zweiten Weltkrieg ziehen. Die Jahre vergehen und Biony beginnt zu realisieren und zu verarbeiten, dass ihr Fehler das Leben von Cecilia und Robbie für immer verändert hat.

Kritik:

Kein reiner Liebesfilm, kein Kriegsfilm. Nichts halbes und nichts ganzes? Das wäre dann doch zu negativ. Ein kleines Mädchen, das sich zur jungen Dame und schließlich zur alten Frau entwickelt, hält die Waage zwischen den verschiedenen Komponenten. Tief berührend wird es nie wirklich, nur zum Ende hin wird der Geschichte eine große Portion Tragik verpasst. Dafür ist "Abbitte" perfekt inszeniert und wird bei seiner stattlichen Laufzeit nicht langweilig, wofür auch die starke, treibende Musik sorgt.

Die Geschichte der getrennten Liebenden wirkt keineswegs ausgelutscht, sondern ist interessant verpackt in eine Geschichte über Moral und, wie der Titel schon sagt, eine Abbitte. Gefilmt wurde dies in handwerklicher Perfektion, dabei ist z.b. eine fast vierminütige Kamerafahrt durch ein Heer von angeschlagenen Soldaten am Strand, ohne einen einzigen Schnitt, extrem beeindruckend. Auch schauspielerisch gibt es nichts zu meckern. Und so gehört "Abbitte" zu einer der stärksten Romanverfilmungen des Jahres.

 

16.2.08 23:48


Cloverfield

(Action) USA 2008 

Regie: Matt Reeves | Drehbuch: Drew Goddard | Darsteller: Michael Stahl-David, T.J. Miller, Lizzy Caplan | Dauer: ca. 85min | FSK: ab 12

Wertung: 8 von 10

Handlung:

Rob, der wegen einem neuen Job nach Japan zieht, kriegt eine Überraschungsparty von seinen Freunden, auf der Robs bester Kumpel Hud (weil Bruder Jason keine Lust hat) alles mit der Videokamera dokumentieren soll. Neben den Abschiedsgrüßen der Partygäste interessiert Hud vor allem die hübsche Malena. Später bekommt er noch einen Streit zwischen Rob und dessen bester Freundin Beth vor die Linse. Die beiden hatten nach langer Freundschaft einen One-Night-Stand.
Plötzlich erschüttert ein Erdbeeben die Wohnung und die Lichter gehen kurzzeitig aus. Draußen bietet sich den Bewohnern von Lower Manhatten ein furchtbarer Anblick. Häuser explodieren, etwas riesiges zerstört die Stadt - und es lebt.

Kritik:

Schon wieder trifft es Manhatten, und zwar gewaltig. Viele filmische Zerstörungen dieser Metropole gab es schon zu bestaunen, doch so mittendrin im Geschehen war der Zuschauer dabei wohl noch nie. Ein apokalyptisches Effekte-Gewitter, kombiniert mit Homevideo-Optik, das ist einzigartig.

Ohne Ausnahme wird das Geschehen aus der Sicht einer einzigen Amateurkamera gezeigt. Diese Darstellungsweise ist recht authentisch geworden und führt die Charaktere im ersten Drittel geschickt ein, bevor man dann, nach einem plötzlichen Bruch der Handlung, mit ihnen während der Monster-Attacke mitfiebern und -leiden kann. Der Schrecken entfaltet in dieser Ich-Perspektive seine ganze Wirkung.

Zum einen gehen viele Actionszenen durch Mark und Bein. Dazu wird die Spannung auch aufrecht erhalten, wenn man die Bedrohung nicht zu sehen kriegt, sondern nur bedrohliche Geräusche und quälende Ungewissheit mit der Kamera eingefangen werden. Fazit: "Cloverfield" ist ein raffiniert inszenierter Blockbuster, der Action-Fans, die sich mit der ungewöhnlichen Optik anfreunden können, ein packendes Kinoerlebnis verspricht.

Info:

Produzent war "LOST"-Macher J.J. Abrams, der in einem japanischen Spielzeugladen auf die Idee kam, eine Art "amerikanischer Godzilla" zu machen.

1.2.08 19:41


Shoot 'Em Up

(Action-Thriller) USA 2007 
 
Regie: Michael Davis | Drehbuch: Michael Davis | Darsteller: Clive Owen, Paul Giamatti, Monica Bellucci | Dauer: ca. 83min | FSK: keine Jugendfreigabe 
 
Wertung: 7 von 10 
 
Handlung: 
 
Ein karottenknabbernder Fremder, genannt Mr. Smith, sitzt nichtsahnend an einer Bushaltestelle, als eine Hochschwangere vorbeieilt, verfolgt von einem bewaffneten Schreihals. Smith  beschließt spontan die Frau zu retten und schaltet den Verfolger aus. Doch plötzlich taucht eine ganze Reihe von Killern auf,  die es auf ihn und die Mutter abgesehen haben.
Die Mutter stirbt, kurz nach dem sie ihr Baby auf die Welt bringt. Smith kann nicht anders und nimmt das Baby mit. Eine bekannte Prostituierte soll es mit Muttermilch versorgen. Die Killer, angeführt von einem skupellosen Brillenträger names Hertz, lassen nicht locker. Bis Smith  herausfindet, warum Hertz auch das Baby umbringen will, stehen erst mal einige spektakuläre Schießereien auf dem Plan.

Kritik:

Wer hinter dem Titel "Shoot 'Em Up" einen tieferen Sinn erwartet liegt falsch. Hier geht es einfach nur um Gewalt, Blut, ultracoole Sprüche, ein bisschen Sex und schnelle Autos. Action zum Selbstzweck ist angesagt. Das ist Männerunterhaltung in Reinform. Ein so durchgestyltes Actionfeuerwerk, das sich zum Glück kein Stück ernst nimmt, gibt es selten.

Schon ab der ersten Minute geht es ab und Clive Owen gibt wirklich alles. Unser chronisch angepisster Held Mr. Smith ist einfach nur sympathisch. Paul Giamatti ist köstlich als stinkwütender Bösewicht mit Ehekrise, und Monica Bellucci erfüllt ihren Zweck als erfahrene Prostituierte mit wertvollen Talenten.

Diese temporeiche Show, versehen mit ordentlich rockendem Soundtrack der alten und neuen Schule, ist wahnsinnig unrealistisch, macht aber einen Heidenspaß. Boxen aufdrehen, Hirn herunterfahren und dann... Knall sie ab!!!  

27.1.08 17:03


Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben

Dr. Strangelove or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb
(Satire) GB/USA 1964

Regie: Stanley Kubrick | Drehbuch: Stanley Kubrick, Peter George | Darsteller: Peter Sellers, George C. Scott, Sterling Hayden, Slim Pickens | Dauer: 90min. | FSK: ab 16

Wertung: 10 von 10

Handlung:

Die Russen haben das Wasser vergiftet. Alles Teil einer riesigen kommunistischen Verschwörung. Davon ist zumindest US Airforce-General Jack D. Ripper überzeugt, der nur noch reinen Alkohol mit Regen- oder destilliertem Wasser zu sich nimmt. Rippers Paranoia treiben ihn dazu, auf eigene Faust mit Atombomben beladene B-52 Bomber zur Sowjetunion zu schicken und sich mit Captain Mandrake in seinem Büro einzuschließen. Der Präsident erfährt davon, als es schon zu spät ist. Mandrake schafft es, Rippers Rückhol-Code zu entschlüsseln. Doch einer der Bomber hat keinen Funkkontakt mehr und steuert unaufhaltsam auf das Ziel zu.
Der geheimnisvolle Rollstuhlfahrer Dr. Seltsam, der mit dem Präsidenten im "War Room" sitzt, weiß Rat.

Kritik:

Man kommt nicht drumherum diesem Film die Höchstwertung zu geben. In sämtlichen Listen der besten Filme aller Zeiten ist Stanley Kubriks geniale Atomkrieg-Satire vertreten.

Peter Seller, der Star des Films, meistert seine drei völlig verschiedenen Rollen fantastisch: den eleganten Captain Madrake, den leicht überforderten US-Präsidenten Muffley und den zwanghaften Wirrkopf Dr. Seltsam. Darüber hinaus laufen auch Geroge C. Scott als zappeliger General Turgidson und Slim Pickens als der patriotische Texaner Major "King" Kong zu Höchleistungen auf.

Die vielen schrägen Figuren agieren in wenigen, dafür aber brillant designten Sets. Was diesen Film unsterblich macht ist aber folgendes: Er strotzt nur so vor politischen Anspielungen, bissiger Ironie und schwarzhumoriger Kritik an den Großmächten der Welt. Allein die Namen der Charaktere haben eine witzige, tiefere Bedeutung.

Man kann es gar nicht alles beim Sehen dieses Films erfassen, man muss über ihn lesen. Spätestens dann wird klar, das "Dr. Seltsam" verdient in die Filmgeschichte einging.

20.1.08 03:47


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